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Lücken im Lebenslauf: Kein Makel, sondern eine Frage der Haltung

Lücken im Lebenslauf: Kein Makel, sondern eine Frage der Haltung

Eine Lücke im Lebenslauf bedeutet automatisch eine Absage.

Diesen Glauben tragen viele Bewerbende mit sich, und er kostet sie mehr als nötig. Denn er ist falsch.

Ja, Recruiting-Verantwortliche schauen genau hin, wenn Monate oder sogar Jahre im Lebenslauf fehlen. Aber was sie wirklich interessiert, ist nicht die Lücke selbst. Es ist, wie jemand damit umgeht. Wer sie offen benennt, kurz erklärt und den Fokus auf das Danach legt, nimmt dem Thema sofort die Schwere.

Elternzeit, Pflege eines Angehörigen, eine gesundheitliche Auszeit, ein Reisejahr, eine Neuorientierung, das alles sind menschliche Realitäten. Kein ernsthafter Arbeitgeber erwartet eine lückenlose Biografie. Was erwartet wird, ist Reflexion. Wer sagen kann, was er oder sie in dieser Zeit gelernt hat, oder wie sich der Blick auf die eigene Arbeit verändert hat, macht oft einen stärkeren Eindruck als jemand mit einer glatten, aber wenig reflektierten Karrierekurve.

Der eigentliche Fehler ist nicht die Lücke. Er entsteht, wenn man sie versteckt, verniedlicht oder sich dafür entschuldigt. Recruiter lesen zwischen den Zeilen, und Unsicherheit ist dort genauso sichtbar wie Selbstbewusstsein.

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